Bei PHNIX würde ich mich nicht auf die Aussage „Liquidität verbrannt“ allein verlassen. Auf dem XRPL sollte man direkt prüfen, wie viel Liquidität tatsächlich im relevanten Pool liegt, ob der Issuer noch über besondere Rechte verfügt und wie die Token auf die größten Wallets verteilt sind. Gerade bei 530+ Mrd. Umlaufmenge kann eine einzelne größere Wallet den Kurs ziemlich schnell bewegen.
Der praktische Test wäre für mich: eine kleine Order auf FirstLedger simulieren und dabei den Slippage beobachten. Zusätzlich Volumen und Spreads auf MEXC bzw. Bitrue vergleichen. Wenn der Kurs auf dem Papier steigt, aber schon ein kleiner Verkauf den Preis zweistellig drückt, ist die Marktkapitalisierung nur bedingt aussagekräftig. Bei solchen Nano-Caps zählt die tatsächlich handelbare Liquidität mehr als der angezeigte Rang.
Positiv ist natürlich, dass PHNIX klar als Community-/Meme-Token positioniert ist und vom XRP-Narrativ profitieren kann. Einen eigenen fundamentalen Nutzen sehe ich aus den Angaben aber erstmal nicht – der Wert hängt damit fast komplett an Community, Listings und Aufmerksamkeit. Das ist okay, sollte aber auch so bewertet werden und nicht wie ein DeFi-Projekt mit Cashflows.
Hat jemand die aktuellen Top-Holder und den XRPL-Trustline-/Issuer-Status geprüft? Besonders interessant wäre, ob die nicht umlaufenden rund 58,5 Mrd. PHNIX dauerhaft gesperrt sind oder später noch auf den Markt kommen könnten.