BASF bietet 11,18 Mrd. Euro für Evonik – Angebot bleibt ungewiss
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MargixDE -
30. Oktober 2026 um 13:10 -
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Am 30. Oktober 2026 hat der deutsche Chemie‑Riese BASF ➡️ sein Kaufangebot für Evonik ➡️ auf 11,18 Mrd. Euro erhöht. Trotz der 39 %igen Steigerung gegenüber dem Kurs vor der Bekanntgabe lehnt der Essener Konzern die Übernahme erneut ab. Das Angebot bleibt damit ungewiss, da Evonik die Bewertung als zu niedrig empfindet und die Zustimmung der RAG‑Stiftung – die rund 44 % der Anteile hält – sowie politische Bedenken hinsichtlich möglicher Arbeitsplatzverluste die Umsetzung erschweren.
Hintergründe
BASF hat ursprünglich ein Angebot von 22,15 Euro pro Aktie vorgelegt, das in 24 Euro pro Aktie angehoben wurde. Das neue Angebot entspricht 39 % mehr als der Kurs vor Bekanntgabe. BASF sieht in der Übernahme eine Stärkung seiner Kerngeschäfte und mögliche Synergien, insbesondere gegenüber asiatischen und nahöstlichen Wettbewerbern.
Evonik verfolgt dagegen eigene Wachstumspläne und setzt auf seine Eigenständigkeit. Ein möglicher Erwerb des US‑Spezialchemieunternehmens Ashland wäre ebenfalls ein Ziel des Managements, was BASF kritisch bewertet.
Reaktionen
Der Evonik‑Vorstand sieht die verbesserte Offerte weiterhin nicht als ausreichende Grundlage für Verhandlungen. Gleichzeitig fordert das Management von BASF, die strategischen Hintergründe und Vorteile eines Zusammenschlusses genauer zu erläutern.
BASF‑Chef Markus Kamieth hat zugesichert, bestehende Beschäftigungsgarantien bis 2032 zu respektieren. Er betonte, dass BASF nicht bereit sei, jeden Preis für Evonik zu zahlen.
Einordnung
Ein Zusammenschluss könnte einen deutschen Chemiegiganten mit einem Jahresumsatz von rund 74 Mrd. Euro hervorbringen. Die RAG‑Stiftung und politische Bedenken hinsichtlich Arbeitsplatzverluste und Standortschließungen bleiben entscheidende Faktoren für die Genehmigung.

Unsere Einschätzung
Die Chancen liegen in möglichen Synergien und einer stärkeren internationalen Position für BASF. Risiken bestehen in der Ablehnung durch Evonik, der fehlenden Zustimmung der RAG‑Stiftung und möglichen politischen Hindernissen. Die Übernahme bleibt daher unsicher.
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Stand: 30.10.2026. Quellen: wallstreet-online. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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