Goldpreis: Rutsch auf 3.500 Dollar möglich? Trumps 5.000-Dollar-Plan
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MargixDE -
22. Oktober 2026 um 18:15 -
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Der Goldpreis steckt fest. Seit Ende September bewegt sich das Edelmetall in einer Handelsspanne, und ein nachhaltiger Ausbruch nach oben ist bisher nicht gelungen. Charttechniker sehen deshalb ein reales Risiko, dass die Korrektur sich ausweitet und der Preis in Richtung 3.500 US-Dollar abrutscht. Noch notiert Gold aber über der Marke von 4.000 US-Dollar.
Dazu kommt die Politik: Vor den US-Zwischenwahlen am 3. November hat Donald Trump jedem erwachsenen Amerikaner eine „Trump-Dividende“ von 5.000 US-Dollar in Aussicht gestellt. Bei einem Haushaltsdefizit, das ohnehin schon hoch ist, wirft das Fragen zur Schuldenlast auf. Genau die gilt als einer der Gründe, die für Gold sprechen.
Wir fassen zusammen, was die beiden Sichtweisen sagen, wo die Unsicherheiten liegen und was das für Goldminenaktien bedeuten könnte.
Die Lage im Chart: Spanne zwischen 4.000 und 4.200 Dollar
Die obere Grenze der Spanne liegt laut der Analyse bei 4.200 US-Dollar. Mehrfach scheiterte Gold dort, auch der jüngste Erholungsversuch endete in diesem Bereich. Auf die gescheiterten Anläufe folgten jeweils neue Rücksetzer, die immer wieder bis in die Gegend um 4.050 US-Dollar führten. Die wichtige Unterstützung sitzt nur wenig darunter, bei 4.000 beziehungsweise 3.950 US-Dollar.
Das Risiko besteht darin, dass ein Bruch unter 4.050 genug Abwärtsschwung erzeugt, um auch diese Zone ins Wanken zu bringen. Fällt sie, rechnet der Autor mit einer Korrektur, die sich in Preis und Dauer ausdehnt. Als charttechnisches Ziel nennt er dann 3.500 beziehungsweise 3.430 US-Dollar. Das ist ein Szenario, keine Vorhersage. Umgekehrt wäre ein Ausbruch über 4.200 aus bullischer Sicht das Signal in Richtung 4.500 US-Dollar.
Ölpreis, Zinsen und Dollar als Gegenwind
Belastend wirkt laut Analyse der anhaltend hohe Ölpreis. Er nährt Inflations- und Zinssorgen, treibt die Anleiherenditen und stärkt den US-Dollar, was Gold typischerweise unter Druck setzt. Interessant ist die Verschiebung der Debatte: Weniger die erwartete Höhe der Zinsen steht im Fokus, sondern wie lange die Phase hoher Zinsen anhalten könnte.
Als zusätzlichen Risikofaktor nennt der Autor einen sich abzeichnenden Preissprung bei Brent. Wird eine bestimmte Marke überschritten, sei sogar eine Bewegung auf 150 US-Dollar nicht auszuschließen. Welche Marke das ist, lässt die Quelle offen. Die Folgen wären demnach nicht nur für Gold gravierend, sondern auch für Aktienmärkte wie den DAX, den Dow Jones und vor allem den Nasdaq 100.
Trumps 5.000-Dollar-Versprechen und die Schulden
Die „Trump-Dividende“ soll nach Trumps Ankündigung nur kommen, wenn die Republikaner Repräsentantenhaus und Senat gewinnen. Laut einer Reuters-Umfrage stehen aktuell nur 31 Prozent hinter Trump und seiner Partei. Die Kosten würden sich auf rund 1,2 Billionen US-Dollar belaufen, das Defizit im Haushalt liegt schon jetzt über zwei Billionen US-Dollar. Frühere Ankündigungen von Schecks über 2.000 und 5.000 US-Dollar blieben laut Newsweek leere Versprechen.
Jan Willhöft, Partner bei AXINO, argumentiert, ob Trump liefert, sei für Gold fast egal: Die Schulden wüchsen ohnehin, und jede zusätzliche Milliarde heize die Inflation an. Das ist eine Einzelmeinung, kein Selbstläufer. Gerade die Inflationssorge wirkt am Markt derzeit auch über höhere Zinsen eher als Gegenwind.
Dimitri Speck von Seasonax erwartet nach den Zwischenwahlen den Beginn der saisonal stärksten Goldmonate. Welche Monate das konkret sind, nennt die Quelle nur im zugehörigen Video, deshalb können wir es hier nicht belegen. Saisonale Muster sind zudem statistische Tendenzen und keine Garantie.
Goldminenaktien: Der Blick auf den HUI
Der Arca Gold Bugs Index (HUI) spiegelt die Lage bei Gold. Nach dem gescheiterten Versuch, über die Widerstandszone bei 900 Punkten zu kommen, setzte eine deutliche Abwärtsbewegung ein. Nun rückt die wichtige Unterstützung um 700 Punkte in den Fokus. Hält sie, kann der Index nach oben drehen. Bricht sie, sieht der Autor Raum in Richtung 600 Punkte.
Im Index stecken unter anderem Barrick ➡️, Newmont ➡️, Kinross ➡️ und Agnico Eagle Mines ➡️, die vor ihren anstehenden Quartalsberichten stehen. Auf lange Sicht bewertet der Autor die Perspektiven für Goldproduzenten weiterhin als hervorragend und hält antizyklisches Sondieren für langfristig orientierte Anleger für denkbar. Das ist seine Meinung. Wir geben dazu keine Empfehlung.
Die Zeitleiste
- Ende September: Gold etabliert die aktuelle Handelsspanne.
- Seitdem: Mehrere Ausbruchsversuche über 4.200 US-Dollar scheitern, es folgen Rücksetzer bis in den Bereich um 4.050 US-Dollar.
- 22.10.2026: Gold notiert weiterhin über 4.000 US-Dollar, die Entscheidung über die Spanne steht aus.
- 3. November: US-Zwischenwahlen.
Was du jetzt wissen solltest
- Noch ist nichts gebrochen: Gold liegt über 4.000 US-Dollar, das 3.500-Dollar-Ziel gilt nur bei einem Bruch der Zone 4.000/3.950.
- Die Marken zählen: 4.200 US-Dollar oben, 4.050 und 4.000/3.950 unten.
- Öl, Zinsen und Dollar: Sie belasten Gold derzeit, entscheidend ist, wie lange hohe Zinsen anhalten.
- Trumps Plan ist unsicher: Er hängt an einem Wahlsieg, frühere Versprechen blieben unerfüllt.
- Minenaktien schwanken stärker: Der HUI steht an der Unterstützung bei 700 Punkten.
Unsere Einschätzung
Die Quellenlage zeigt ein klassisches Spannungsfeld. Für Gold sprechen die hohe Staatsverschuldung und die Inflationssorgen. Dagegen sprechen kurzfristig die hohen Ölpreise, steigende Renditen und der stärkere Dollar. Ob die Schulden-These oder der Zinsdruck überwiegt, kann niemand sicher sagen, auch die genannten Experten nicht.
Die 3.500 Dollar sind ein Chart-Szenario für den Fall eines Bruchs, kein Fahrplan. Genauso wenig ist ein Ausbruch nach oben garantiert. Die Trump-Dividende ist aktuell ein Wahlversprechen mit unklaren Erfolgsaussichten und taugt daher kaum als verlässliche Grundlage für Anlageentscheidungen. Goldminenaktien reagieren auf Goldpreisbewegungen oft deutlicher, was Chancen, aber auch höhere Verlustrisiken bedeutet. Wer investiert, sollte das eigene Risiko kennen und sich nicht von einzelnen Prognosen leiten lassen.
Wie seht ihr das? Hält Gold die 4.000er-Zone, oder droht die größere Korrektur? Schreibt es gerne in die Kommentare.
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Stand: 22.10.2026. Quellen: wallstreet-online. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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Quellen: Krypto – Crypto Fear & Greed Index von alternative.me; US-Aktien und DAX – eigene Berechnung (Margix) aus Yahoo-Finance-Daten. Keine Anlageberatung.