Chinas Solar‑Riesen: steigende Margen, aber Milliardenverluste und Lagerüberhang
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MargixDE -
2. November 2026 um 12:25 -
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Chinas Solarhersteller befinden sich weiterhin in einer schwierigen Phase. Trotz einer Verbesserung der Margen bleiben die Unternehmen in tiefen Verlusten gefangen. Gleichzeitig wachsen die Lagerbestände und die Nachfrage nimmt ab – ein düsteres Bild für die Branche.
Hintergrund der Krise
Der Markt für Photovoltaikmodule steckt im dritten Jahr eines strukturellen Abschwungs. Die Nachfrage in China, dem größten Solarbau-Markt der Welt, ist seit 2023 um 54 % zurückgegangen. Auch der internationale Markt zeigt Anzeichen einer Sättigung.
Um die Preiskriege einzudämmen, haben die Hersteller Produktionskapazitäten reduziert. Diese Maßnahmen wirken sich zwar positiv auf die Margen aus, lösen jedoch nicht die grundlegenden Probleme.
Zahlen, die die Lage zeigen
Die Nettoverluste der vier größten Hersteller – Longi, Jinko Solar, Trina Solar und Tongwei – summieren sich auf 4,63 Mrd. Yuan (etwa 697 Mio. USD). Longi verzeichnete im letzten Quartal einen Nettoverlust von 1,1 Mrd. Yuan, der sich gegenüber dem Vorquartal verringert hat, aber weiterhin hoch bleibt.
Polysiliziumbestände erreichten im August 2026 einen neuen Höchststand von 600.000 Tonnen. Dieser Vorrat reicht laut BloombergNEF für mehr als sechs Monate weltweite Waferproduktion.
Reaktionen der Analysten
Citi Research sieht die verbesserten Margen als positives Signal. Die gemeinsamen Bemühungen, die Produktion zu begrenzen und Preiskriege einzudämmen, zeigen Wirkung.
Chia Chen von Bloomberg Intelligence hält eine deutliche Erholung vor Ende 2027 für unwahrscheinlich. Niedrige Modulpreise und die schrumpfende Inlandsnachfrage erschweren den Ausweg aus der Krise.
Was du jetzt wissen solltest
- Nettoverluste bleiben hoch: 4,63 Mrd. Yuan trotz besserer Margen.
- Lagerbestände wachsen: 600.000 Tonnen Polysilizium – mehr als 6 Monate Produktion.
- Nachfrageeinbruch: 54 % Rückgang des Solarzubaus in China.
- Erholung unwahrscheinlich: Analysten sehen keine deutliche Verbesserung bis Ende 2027.
Unsere Einschätzung
Die steigenden Margen geben einen Hoffnungsschimmer, doch die strukturellen Probleme – hohe Verluste, Lagerüberhang und sinkende Nachfrage – dominieren die Bilanz der Solarhersteller. Kurzfristig bleibt die Branche in einer Verlustzone, während langfristig nur eine grundlegende Neuausrichtung der Nachfrage und der Produktionskapazitäten Hoffnung auf eine Erholung bietet.
Wie seht ihr das? Schreibt es gerne in die Kommentare – wir freuen uns auf eure Meinung.
Stand: 02.11.2026. Quellen: wallstreet-online. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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Quellen: Krypto – Crypto Fear & Greed Index von alternative.me; US-Aktien und DAX – eigene Berechnung (Margix) aus Yahoo-Finance-Daten. Keine Anlageberatung.
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