Telegram‑Bot Bloom gehackt – rund 1 Million USD in SOL gestohlen
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MargixDE -
27. Oktober 2026 um 19:50 -
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Am 26. Oktober 2026 wurde der Telegram‑Trading‑Bot Bloom Ziel eines schnellen und groß angelegten Angriffs. Innerhalb von nur 94 Sekunden – etwa die Länge einer kurzen Werbepause bei Netflix – gelang es einem unbekannten Hacker, private Schlüssel von neun betroffenen Wallets zu nutzen und fast 9.408 SOL im Gegenwert von rund 953.000 USD zu entwenden.
Hintergrund zum Angriff
Die On‑chain‑Analyse von Bitquery identifizierte 48 Wallet‑Adressen, die sich eindeutig neun einzelnen Tradern zuordnen lassen. Der Angreifer testete zunächst kleine Beträge, um die Funktionsfähigkeit der Schlüssel zu prüfen, bevor er die größten Guthaben vollständig leerte. Alle Transaktionen wurden mit den jeweiligen privaten Schlüsseln signiert; ein zusätzlicher Smart‑Contract oder eine weitere Freigabe war nicht nötig.
Zahlen und Fakten
Der Diebstahl umfasst:
- 9.408 SOL (≈ 953.000 USD) – fast eine Million US‑Dollar
- 48 betroffene Wallets, verteilt auf neun Trader
- 94 Sekunden für den kompletten Transfer
- 57.000 USD in USDC blieben zunächst unberührt, weil dem Angreifer SOL für die Transaktionsgebühren fehlte
Der gestohlene SOL wurde zunächst auf eine Sammel‑Wallet und danach auf eine zweite Adresse weitergeleitet. Zum Zeitpunkt der Untersuchung befanden sich dort noch 9.408,21 SOL; weitere Abflüsse wurden nicht nachgewiesen.
Reaktionen der Betroffenen
Erste Meldungen erschienen kurz nach dem Vorfall auf X. Ein betroffener Trader schrieb, dass ihm 100.000 USD entwendet wurden, ein anderer veröffentlichte eine Transaktion über rund 64.000 USD und bat um Unterstützung. Die Kommentare betonten, dass Hot‑Wallets nie zu groß gefüllt werden sollten und dass die Anbindung von Dritt‑Apps kritisch zu prüfen ist.
Blooms Antwort
Bloom kündigte auf X an, dass alle verlorenen Gelder der neun betroffenen Wallets vollständig erstattet werden. Die Rückzahlung soll an neue Wallet‑Adressen erfolgen, die von den betroffenen Nutzern selbst ausgewählt werden. Das Unternehmen prüft zudem, ob ein Drittanbieter, über den der Bot möglicherweise angebunden war, kompromittiert wurde. Bislang gibt es jedoch keinen klaren Hinweis darauf, wie die privaten Schlüssel in die Hände des Hackers gelangten.
Die Zeitleiste
- 26.10.2026: Hacker greift Bloom‑Bot an, überträgt 9.408 SOL in 94 Sekunden.
- 27.10.2026: Bitquery veröffentlicht On‑chain‑Analyse, Bloom gibt Entschädigungsplan bekannt.
Was du jetzt wissen solltest
- Private Schlüssel sind entscheidend: Sobald ein Angreifer Zugriff hat, kann er ohne weitere Genehmigungen sämtliche Mittel bewegen.
- Hot‑Wallets minimieren: Große Beträge sollten nicht dauerhaft in Wallets gehalten werden, die mit Dritt‑Apps verbunden sind.
- Transaktionsgebühren können Schutz bieten: Der fehlende SOL für USDC‑Transfers verhinderte einen kompletten Verlust der Stablecoins.
- Entschädigung ist geplant: Bloom will die Verluste vollständig erstatten, jedoch bleibt das Risiko von zukünftigen Angriffen bestehen.
Unsere Einschätzung
Der Vorfall zeigt, dass selbst etablierte Trading‑Bots wie Bloom anfällig für Schlüsselkompromittierungen sind. Die Geschwindigkeit des Angriffs – weniger als zwei Minuten – verdeutlicht, dass ein erfolgreicher Diebstahl kaum Zeit für Gegenmaßnahmen lässt. Während Bloom die Verluste komplett erstatten will, bleibt die zentrale Frage, wie die Schlüssel in den Besitz des Hackers gelangten. Nutzer sollten künftig ihre privaten Schlüssel streng von Dritt‑Diensten trennen und nur minimale Beträge in Hot‑Wallets halten. Gleichzeitig könnte die Branche von strengeren Audits für Anbieter, die private Schlüssel verwalten, profitieren.
Wie seht ihr das? Schreibt eure Meinungen und Erfahrungen gern in die Kommentare.
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Stand: 27.10.2026. Quellen: BTC-ECHO. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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Quellen: Krypto – Crypto Fear & Greed Index von alternative.me; US-Aktien und DAX – eigene Berechnung (Margix) aus Yahoo-Finance-Daten. Keine Anlageberatung.