KI‑Aktien unter Druck – Experten sehen noch Aufwärtspotenzial
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MargixDE -
28. Oktober 2026 um 04:50 -
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Seit Mitte 2023 haben KI‑bezogene Aktien enorme Kursgewinne verzeichnet – der S&P 500 stieg um 84 %, der Technologiesektor um 147 % und der VanEck Semiconductor‑ETF sogar um 335 %. Nvidia ➡️ war mit einem Anstieg von 647 % das Paradebeispiel. Im Oktober 2026 hat sich das Bild jedoch deutlich verändert: Während der S&P 500 nur noch leicht zulegte, verloren viele KI‑Titel deutlich an Wert.
Hintergrund: Warum die Kurse fallen
Mehrere Faktoren belasten die Technologie‑ und KI‑Aktien. Laut Wallstreet‑Online sorgen steigende Kreditkosten und hohe Investitionen in Rechenzentren für Druck. Zusätzlich haben geopolitische Risiken und steigende Zinsen das Marktumfeld verschärft.
Zahlen und Entwicklungen
Der aktuelle Rückgang betrifft vor allem Unternehmen, die bereits stark von der KI‑Euphorie profitiert haben. Der Nasdaq ➡️, der im Vorjahr stark nachgefragt wurde, zeigte zuletzt nur noch leichte Kursverluste, während der Dow Jones und der Russell 2000 sogar Zuwächse verzeichneten.
Stimmen aus der Branche – Adam Parker
Adam Parker, Gründer von Trivariate Research, bleibt trotz des Kursdrucks optimistisch. Er sieht den aktuellen Investitionszyklus noch nicht am Ende und schätzt ihn auf 7‑8 Jahre ein. Laut Parker befindet sich der Markt „erst in der Mitte dieses Zyklus“. Er betont, dass die Produktivitätsgewinne durch KI bislang kaum in den Unternehmenszahlen sichtbar sind – erst jetzt sprechen weniger als 50 % der 500 größten US‑Unternehmen offen über KI‑Themen.
Stimmen aus der Branche – Volker Schilling
Volker Schilling von Greiff Capital Management erwartet dagegen keine größere Korrektur. Er geht davon aus, dass der Markt bis Jahresende weiter nach oben tendieren wird. Schilling verweist auf die saisonale Tendenz, dass Aktien im vierten Quartal nach Zwischenwahlen häufig stark zulegen. Er rät Anlegern mit hohem Tech‑Anteil, ihr Portfolio breiter zu streuen und neben KI‑Werten auch solide Nebenwerte und europäische Aktien zu berücksichtigen.
Die Zeitleiste
- Mai 2023: KI‑Boom startet, S&P 500 +84 %, Technologiesektor +147 %
- Januar 2024: Nvidia +647 % seit Jahresbeginn
- Oktober 2026: Kursrückgang bei vielen KI‑Aktien, S&P 500 leicht im Plus, Dow Jones und Russell 2000 im Aufschwung
Was du jetzt wissen solltest
- Der aktuelle Abschwung ist nicht zwingend das Ende des KI‑Zyklus. Parker sieht noch mittelfristiges Wachstumspotenzial.
- Produktivitätsgewinne durch KI sind noch nicht vollständig in den Bilanzen sichtbar. Das könnte zukünftige Gewinnsprünge ermöglichen.
- Makro‑Risiken bleiben hoch. Hohe Zinsen, Kreditkosten und geopolitische Unsicherheiten können die Märkte weiter belasten.
- Breite Streuung wird empfohlen. Schilling rät zu Nebenwerten und europäischen Aktien, um das Risiko zu reduzieren.
Unsere Einschätzung
Der Kursrückgang bei KI‑Aktien spiegelt aktuelle makroökonomische Spannungen wider, nicht unbedingt das Ende der Technologie‑Revolution. Wenn Unternehmen tatsächlich ihre Kosten durch KI senken und die Produktivität steigern, könnten die Gewinne langfristig überdurchschnittlich wachsen – ein Argument, das Parker hervorhebt. Gleichzeitig bleibt das Umfeld volatil: steigende Zinsen und geopolitische Risiken könnten weitere Korrekturen auslösen. Für Anleger bedeutet das, dass ein ausgewogenes Portfolio mit breiter Diversifikation sinnvoll ist, um von möglichen Aufwärtsbewegungen zu profitieren, ohne sich zu stark auf einzelne KI‑Titel zu konzentrieren.
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Stand: 28.10.2026. Quellen: wallstreet-online. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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Quellen: Krypto – Crypto Fear & Greed Index von alternative.me; US-Aktien und DAX – eigene Berechnung (Margix) aus Yahoo-Finance-Daten. Keine Anlageberatung.