SpaceX-Quartalszahlen: Umsatz 14,58 Mrd. Dollar, Musk bringt Tesla-Fusion ins Spiel
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MargixDE -
21. Oktober 2026 um 12:15 -
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SpaceX hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt und die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Der Umsatz lag bei 14,58 Milliarden US-Dollar, erwartet worden waren rund 12,7 Milliarden. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 4,4 Milliarden US-Dollar, mehr als das Doppelte der Prognosen.
Die Börse reagierte prompt: Nach Handelsschluss in den USA legte die Aktie um rund 9 Prozent zu. Dazu kam eine Aussage von Elon Musk, die für zusätzliche Fantasie sorgte: Er hält eine Fusion von SpaceX und Tesla ➡️ für eine gute Idee.
Es gibt aber auch Schattenseiten, etwa sinkende Erlöse pro Starlink-Kunde und eine politisch brisante Meldung zur Ukraine. Wir fassen zusammen, was bekannt ist und was nicht.
Die Zahlen im Überblick
Laut den vorliegenden Berichten fielen die wichtigsten Kennzahlen so aus:
- Umsatz: 14,58 Milliarden US-Dollar, deutlich über den erwarteten 12,7 Milliarden (LSEG-Schätzung vor den Zahlen: 12,738 Milliarden).
- Nettogewinn: 4,4 Milliarden US-Dollar.
- KI-Geschäft: Die Erlöse stiegen um mehr als das Neunfache auf 7,6 Milliarden US-Dollar.
- Starlink-Abonnenten: 13,6 Millionen, erwartet waren 12,19 Millionen.
Die Überschrift spricht von einem mehr als verdoppelten Umsatz. Einen konkreten Vorjahreswert nennen die uns vorliegenden Quellen allerdings nicht, deshalb können wir die Verdopplung nicht selbst nachrechnen. Vor den Zahlen erwarteten Analysten laut LSEG einen Gewinn von 0,14 US-Dollar je Aktie. Den tatsächlichen Wert je Aktie nennen die Quellen nicht.
KI als überraschender Treiber
Bemerkenswert ist, womit SpaceX im KI-Bereich sein Geld verdient. Laut Bericht vermietet das Unternehmen vor allem Rechenkapazitäten an Kunden wie Anthropic, Google und Reflection AI. Das ähnelt eher dem Modell eines Cloud-Anbieters als dem eines eigenständigen KI-Labors.
Die Zahlen gelten zudem als eine Art Gradmesser für den KI-Handel. In Asien haben sie laut Marktbericht die Sorgen rund um KI-Werte etwas gedämpft. Besonders die südkoreanischen Börsen legten zu, auch die Zahlen von Super Micro spielten dabei eine Rolle.
Starlink: mehr Kunden, weniger Umsatz pro Kopf
Starlink wächst weiter kräftig. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde ist jedoch gesunken, von 99 US-Dollar im Jahr 2023 auf aktuell 69 US-Dollar. Der Grund: SpaceX expandiert mit günstigeren Tarifen zunehmend in weniger wohlhabende Länder. Laut Bericht könnte das die Erlöse je Nutzer künftig weiter drücken.
Mehr Kunden bedeuten also nicht automatisch proportional mehr Umsatz. Für die Bewertung des Geschäfts ist das ein wichtiger Punkt.
Tesla-Fusion und die Ukraine-Meldung
Musk brachte als Chef von Tesla und SpaceX eine Fusion der beiden Unternehmen ins Spiel. Beide Konzerne hätten bereits eigene Ausschüsse gebildet, um über einen möglichen Zusammenschluss zu beraten. Konkrete Konditionen, einen Zeitplan oder eine Entscheidung gibt es nach den Quellen nicht. Tesla legt am Mittwoch seine eigenen Zahlen vor, Anleger dürften dort auf weitere Aussagen dazu achten.
Überschattet wird die Berichtssaison von einer Meldung des Wall Street Journal. Demnach ließ Musk die militärisch nutzbare Starlink-Version drosseln, auf die die Ukraine angewiesen ist. Als Hintergrund werden Verstimmungen über ukrainische Angriffe auf russische Dieselraffinerien genannt, für die Musk und Präsident Trump steigende Energiepreise verantwortlich machen. Eine Bestätigung durch SpaceX liegt uns nicht vor, die Hintergründe stützen sich auf Berichte mit dem Zusatz „sollen“.
Die Zeitleiste
- 20.10.2026: SpaceX veröffentlicht die Q3-Zahlen nach US-Börsenschluss, die Telefonkonferenz beginnt um 22:30 Uhr MESZ. Der reguläre Handel endete mit minus 0,1 Prozent.
- 20.10.2026, nachbörslich: Die Aktie steigt um rund 9 Prozent.
- 21.10.2026, 8:00 Uhr: Auf Tradegate notiert die Aktie bei 144,0 Euro, ein Plus von 9,54 Prozent.
- 21.10.2026: Tesla legt Zahlen vor, das Wall Street Journal berichtet über die Starlink-Drosselung.
Was du jetzt wissen solltest
- SpaceX hat Umsatz und Gewinn deutlich über den Erwartungen geliefert. Umsatz 14,58 Milliarden, Gewinn 4,4 Milliarden US-Dollar.
- Das KI-Geschäft ist ein neuer Wachstumstreiber. Es basiert vor allem auf der Vermietung von Rechenleistung.
- Starlink wächst bei den Kunden, aber der Umsatz pro Kunde sinkt. Der Trend könnte anhalten.
- Die Tesla-Fusion ist bisher nur eine Idee. Es gibt Ausschüsse, aber keine Entscheidung.
- Die Starlink-Drosselung in der Ukraine ist ein politisches Risiko. Sie stützt sich bisher auf einen Medienbericht.
Unsere Einschätzung
Die Zahlen sind auf den ersten Blick stark. Besonders der Gewinn von 4,4 Milliarden US-Dollar und die Erlöse im KI-Geschäft zeigen, dass SpaceX mehr ist als Raketenstarts. Auch Analysten wie Kutgun Maral von Evercore ISI ➡️ hatten vor den Zahlen betont, dass langfristige Projekte früher greifbar werden könnten als von Skeptikern erwartet. Er hob sein Kursziel von 230 auf 275 US-Dollar an. Die Aktie war zuvor binnen drei Monaten schon um mehr als 13 Prozent gestiegen.
Dem stehen Risiken gegenüber. Die sinkenden Erlöse pro Starlink-Kunde zeigen, dass Wachstum nicht gleich Wertsteigerung ist. Das KI-Geschäft hängt von Kunden aus einer Branche ab, in der die Stimmung schnell kippen kann. Wie nervös der Markt bei Technologiewerten ist, zeigen Ausschläge wie der Kurseinbruch des Rechenzentrumsbetreibers Nextdc ➡️ um 40 Prozent nach einer gesenkten Prognose. Eine mögliche Tesla-Fusion wäre ein tiefgreifender Schritt, über den bislang kaum etwas Konkretes bekannt ist. Und die Meldung zur Ukraine zeigt, wie stark ein Unternehmen von politischen Entscheidungen einzelner Personen abhängen kann.
Kursreaktionen am Tag nach den Zahlen sagen zudem wenig über die weitere Entwicklung aus. Das ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung, sondern eine Einordnung der bekannten Fakten.
Wie seht ihr das? Hält ihr eine Fusion von SpaceX und Tesla für sinnvoll, und wie bewertet ihr das KI-Geschäft von SpaceX? Schreibt es gerne in die Kommentare und diskutiert mit uns im Forum.
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Stand: 21.10.2026. Quellen: wallstreet-online. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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Quellen: Krypto – Crypto Fear & Greed Index von alternative.me; US-Aktien und DAX – eigene Berechnung (Margix) aus Yahoo-Finance-Daten. Keine Anlageberatung.
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