Strategy (MSTR): Rauswurf aus MSCI-Indizes droht – Milliarden-Verkäufe möglich
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MargixDE -
17. Oktober 2026 um 22:34 -
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Der Indexanbieter MSCI hat neue Regeln für die Aufnahme von Unternehmen in seine globalen Aktienindizes beschlossen. Für Strategy, den größten börsennotierten Bitcoin-Halter, könnte das ernste Folgen haben: Das Unternehmen gehört laut BTC-ECHO zu den Firmen, die nach der neuen Methodik aus den Indizes fallen könnten.
Warum ist das wichtig? Fonds und ETFs, die MSCI-Indizes nachbilden, müssten bei einem Ausschluss ihre Strategy-Aktien verkaufen. Das könnte Druck auf den Kurs erzeugen und eine verlässliche Nachfragequelle wegfallen lassen. Wie groß der Effekt wirklich wäre, ist bislang offen.
Was MSCI ändern will
Hintergrund sind Unternehmen, deren Geschäft stark vom Halten großer Vermögensbestände geprägt ist. MSCI will sie künftig anhand ihrer operativen Vermögenswerte und fünf weiterer Finanzkennzahlen prüfen. Laut BTC-ECHO droht der Ausschluss aus den Global Investable Market Indexes, wenn mindestens vier dieser fünf Kriterien nicht erfüllt sind. Nach Angaben von wallstreet-online unter Berufung auf Bloomberg will MSCI Firmen aussortieren, die er als nicht operativ tätig einstuft.
Wichtig: Strategy fliegt nicht automatisch sofort raus. Bestehende Indexmitglieder werden erst ausgeschlossen, wenn sie mehrere Finanztests nicht bestehen. Die Regeln treten nach Handelsschluss am 30. November in Kraft.
Wer außer Strategy betroffen sein könnte
MSCI hat nach Angaben von BTC-ECHO neben Strategy auch Metaplanet und Upexi als mögliche Streichkandidaten genannt. Auf einer Beobachtungsliste stehen demnach Sharplink, DeFi Development Corp. und Ton Strategy Company. Die endgültige Liste will MSCI am 11. November veröffentlichen. Erst dann wird sich zeigen, wen es tatsächlich trifft.
Die Zahlen: Wie teuer könnte es werden?
Eine Rechnung von JPMorgan aus dem Jahr 2025 nennt Größenordnungen. Allein ein Ausschluss aus den MSCI-Indizes könnte demnach Verkäufe von Strategy-Aktien im Umfang von bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar auslösen. Würden andere Indexanbieter nachziehen, kämen laut dieser Schätzung bis zu 8,8 Milliarden US-Dollar hinzu.
Strategy selbst zeichnet ein milderes Bild. Das Unternehmen hatte die Pläne im September kritisiert und die Folgen relativiert: Fonds, die den betroffenen MSCI-Indizes folgen, hielten damals nach eigenen Angaben rund 13 Millionen MSTR-Aktien. Wie viele Aktien am Ende tatsächlich verkauft werden müssten, steht laut BTC-ECHO noch nicht fest. Die Zahlen von JPMorgan und von Strategy stammen aus unterschiedlichen Zeitpunkten und Annahmen, sie lassen sich daher nicht einfach gegeneinander aufrechnen.
Warum die Finanzierung ohnehin wackelt
Strategy finanziert seine Bitcoin-Käufe über Aktien, Schulden und weitere Wertpapiere. Die Bitcoin-Bestände sind laut wallstreet-online fast 70 Milliarden US-Dollar wert. Das Modell hängt also am Kapitalmarkt.
Dort läuft es nicht mehr rund. Zunächst verkaufte das Unternehmen Stammaktien mit einem Aufschlag auf den Wert seiner Krypto-Bestände. Dieser Aufschlag schrumpfte, weil Anleger die Verwässerung bestehender Aktionäre fürchteten. Danach setzte Michael Saylor auf Vorzugsaktien, doch auch dafür hat die Nachfrage laut dem Bericht nachgelassen. Alexander Blume, Chef des Vermögensverwalters Two Prime, warnt, ein Indexausschluss würde weitere Bitcoin-Käufe zusätzlich erschweren.
Reaktionen
Die Strategy-Aktie lag nach Börsenschluss zwei Prozent im Minus. Saylor spielte die Gefahr herunter und warf MSCI Vorurteile gegenüber digitalen Vermögenswerten vor.
Die Zeitleiste
- 2025: JPMorgan schätzt mögliche Verkäufe von bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar bei einem MSCI-Ausschluss, bis zu 8,8 Milliarden weitere bei Nachzug anderer Anbieter.
- September: Strategy kritisiert die geplanten Änderungen und nennt rund 13 Millionen MSTR-Aktien in betroffenen Fonds.
- 11. November: MSCI will die endgültige Liste veröffentlichen.
- 30. November: Die neuen Regeln treten nach Handelsschluss in Kraft.
Was du jetzt wissen solltest
- Noch ist nichts entschieden: Erst die Liste vom 11. November zeigt, wer tatsächlich betroffen ist.
- Kein automatischer Rauswurf: Bestehende Mitglieder fallen erst durch, wenn sie mehrere Finanztests nicht bestehen.
- Die Schätzungen gehen weit auseinander: Zwischen den 13 Millionen Aktien von Strategy und den Milliardensummen von JPMorgan liegen unterschiedliche Annahmen.
- Auch andere Krypto-Firmen stehen im Fokus: Metaplanet und Upexi sind als mögliche Kandidaten genannt, weitere Firmen stehen auf einer Beobachtungsliste.
Unsere Einschätzung
Die Lage ist kein Weltuntergang für Strategy, aber auch kein Randthema. Für das Unternehmen spricht, dass der Ausschluss nicht automatisch erfolgt und die eigenen Angaben zu den betroffenen Aktien deutlich kleiner ausfallen als die Worst-Case-Rechnung von JPMorgan. Zudem ist die Rechnung bereits aus 2025 und nicht auf den aktuellen Stand angepasst. Auch ein Ausschluss würde nicht zwingend bedeuten, dass das Geschäftsmodell scheitert.
Das Risiko liegt vor allem in der Finanzierung: Wenn eine Nachfragequelle der Indexfonds wegfällt und gleichzeitig der Aufschlag auf Stammaktien geschrumpft ist und Vorzugsaktien weniger gefragt sind, wird es für Strategy schwieriger, frisches Geld für Bitcoin-Käufe aufzunehmen. Für dich heißt das: Beobachte die Veröffentlichung am 11. November und prüfe die Informationen selbst, statt dich auf einzelne Schätzungen zu verlassen. Eine Anlageempfehlung ist das ausdrücklich nicht.
Wie seht ihr das? Hält Strategy den Gegenwind aus, oder wird die Indexfrage zum echten Problem? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Stand: 17.10.2026. Quellen: BTC-ECHO, wallstreet-online. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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Skala: 0–24 Extreme Angst · 25–44 Angst · 45–55 Neutral · 56–75 Gier · 76–100 Extreme Gier
Quellen: Krypto – Crypto Fear & Greed Index von alternative.me; US-Aktien und DAX – eigene Berechnung (Margix) aus Yahoo-Finance-Daten. Keine Anlageberatung.