LIBRA-Skandal: Ermittlungen gegen Argentiniens Präsident Milei eingestellt
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MargixDE -
25. Oktober 2026 um 07:16 -
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Der Krypto-Skandal um den Memecoin LIBRA hat für Argentiniens Präsident Javier Milei keine strafrechtlichen Folgen. Die Bundesjustiz hat das Ermittlungsverfahren gegen ihn und seine Schwester Karina Milei eingestellt. Bundesrichter Marcelo Martínez de Giorgi wies die Klage vollständig ab.
Der Fall bleibt trotzdem ein Lehrstück. Milei hatte auf X für den Token geworben, danach brach der Kurs ein, und viele Händler verloren Geld. Dass die Justiz keine Straftat sieht, heißt nicht, dass das Risiko für Anleger kleiner wäre. Das zeigt dieser Fall deutlich.
Was das Gericht entschieden hat
Nach Darstellung der Quelle konnten die Ermittler keine Belege für eine betrügerische Absicht oder eine gezielte Täuschung durch den Präsidenten finden. Deshalb stellte der Richter das Verfahren ein.
Er hielt allerdings fest, dass die institutionelle Stellung eines Präsidenten dem Gewicht seiner Beiträge zusätzlich Nachdruck verleihen kann. Für eine Verurteilung sah das Gericht dennoch keine gesetzliche Grundlage. Ausschlaggebend war, dass Milei die Werbung beendete, sobald er detaillierte Informationen zum Projekt erhalten hatte.
Was damals passiert ist
Milei hatte im vergangenen Jahr auf X öffentlich für LIBRA geworben. Der Token sollte angeblich dazu dienen, Start-ups zu finanzieren. Der Kurs stieg daraufhin stark und erreichte ein Hoch von 4,55 US-Dollar.
Dann löschte Milei seinen Beitrag, und der Markt brach zusammen. Die Quelle sagt nicht, wie schnell der Absturz verlief oder wo der Kurs heute steht. Dazu hast du hier keine verlässlichen Angaben von uns.
Die Zahlen: Wer verlor wie viel?
Das Analysehaus Nansen bezifferte die Verluste der beteiligten Händler auf insgesamt 251 Millionen US-Dollar. Betroffen waren demnach 86 Prozent der Händler, die mit dem Token gehandelt hatten.
Damit steht fest, dass die große Mehrheit am Ende im Minus war. Die Einstellung des Verfahrens bringt diesen Anlegern kein Geld zurück. Ob und wie sie anderweitig Ansprüche geltend machen könnten, geht aus der Quelle nicht hervor.
Mileis Reaktion
Kurz nach der Entscheidung meldete sich Milei auf X mit einem langen, wütenden Beitrag. In Großbuchstaben fragte er, wer ihn nun für ein Jahr, acht Monate und neun Tage voller Lügen, Verleumdungen und Beleidigungen entschädige. Die Justiz habe die Dinge wieder zurechtgerückt und eine gewaltige politische Operation enttarnt.
Außerdem warf er politischen Gegnern vor, die Vorwürfe für Umsturzversuche genutzt zu haben, um verlorene Privilegien zurückzuholen. Besonders scharf griff er namentlich genannte Medienschaffende an, die er unter anderem als „gekaufte Journalisten und Söldner der Lüge“ bezeichnete. Er schloss mit den Worten, die Wahrheit setze sich am Ende immer durch.
Das sind Mileis eigene Wertungen. Das Gericht hat sich zu einer politischen Kampagne laut Quelle nicht geäußert.
Was du jetzt wissen solltest
- Eingestellt heißt nicht folgenlos für Anleger: Die Verluste von insgesamt 251 Millionen US-Dollar bleiben bestehen.
- Das Gericht fand keine Belege für Täuschungsabsicht: Eine unrechtmäßige Absicht war nicht nachweisbar. Ein Freispruch in der Sache ist das nicht unbedingt, die Quelle spricht von einer Einstellung.
- Prominenz verstärkt Wirkung: Selbst der Richter räumte ein, dass das Amt des Präsidenten den Beiträgen mehr Gewicht gibt.
- Offene Fragen bleiben: Die Quelle sagt nichts zu möglichen Rechtsmitteln oder zu Verfahren in anderen Ländern.
Unsere Einschätzung
Für Milei ist die Entscheidung ein klarer politischer und juristischer Erfolg. Das Gericht sah keine Täuschungsabsicht, und er stoppte die Werbung nach eigener Auskunft der Justiz, sobald ihm Details bekannt waren. Fairerweise gehört dazu: Ein Verfahren wurde eingestellt, weil nichts Strafbares belegt werden konnte. Das ist etwas anderes als der Nachweis, dass alle Beteiligten alles richtig gemacht haben.
Für Anleger ist die Lage weniger beruhigend. Wenn ein Staatsoberhaupt für einen Token wirbt, kann das Vertrauen schaffen, das das Projekt allein nicht rechtfertigt. Laut Nansen standen am Ende 86 Prozent der Händler mit Verlusten da. Memecoins hängen stark an Aufmerksamkeit, und ein einziger gelöschter Beitrag kann reichen, um den Kurs kippen zu lassen.
Chancen sehen wir hier eher auf der Aufklärungsseite. Der Fall macht deutlich, dass Prominenz kein Qualitätsmerkmal ist. Prüfe immer, wer hinter einem Projekt steht, wofür der Token tatsächlich genutzt wird und ob du einen Totalverlust verkraften könntest. Das ist keine Anlageempfehlung, sondern eine Erinnerung an das Grundrisiko dieser Anlageklasse.
Wie seht ihr das? War die Einstellung des Verfahrens richtig, oder müsste Promi-Werbung für Memecoins strenger geregelt werden? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Stand: 25.10.2026. Quellen: BTC-ECHO. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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Quellen: Krypto – Crypto Fear & Greed Index von alternative.me; US-Aktien und DAX – eigene Berechnung (Margix) aus Yahoo-Finance-Daten. Keine Anlageberatung.