Goldpreis unter Druck: Kampf um 4.000 Dollar, CIBC senkt Prognosen
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MargixDE -
25. Oktober 2026 um 18:15 -
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Der Goldpreis steht an einer wichtigen Schwelle: Am Freitag notierte die Feinunze am Spotmarkt um 17:20 Uhr MESZ bei 3.998,35 US-Dollar und lag damit rund 4 Prozent unter dem Stand der Vorwoche. Das Tagestief lag bei 3.975,23 US-Dollar. Gleichzeitig stieg Brent auf 116,72 US-Dollar je Barrel, und auch der Dollar legte zu.
Dazu passt eine Nachricht aus der Analystenwelt: Die kanadische Bank CIBC Capital Markets hat ihre Goldprognosen kräftig gesenkt, bleibt aber langfristig positiv. Für Anleger in Minen- und Royalty-Werten ist das relevant, weil sich Aktien dieser Branche oft deutlich stärker bewegen als der Goldpreis selbst.
Gold testet die 4.000er-Marke
Laut einer Chartanalyse von wallstreet-online ist der Goldpreis unter die Unterstützung bei 4.050 US-Dollar gefallen und testet nun die 4.000er-Marke. Knapp darunter liegt mit 3.950 US-Dollar die nächste wichtige Zone. Fällt Gold auch dort durch, wäre aus Sicht des Autors der Weg Richtung 3.500 US-Dollar offen. Mehrere Versuche, die Marke von 4.200 US-Dollar zu überwinden, sind zuvor gescheitert.
Wichtig: Das ist eine charttechnische Einschätzung, keine Gewissheit. Der Autor weist selbst darauf hin, dass die Mehrheit der Marktteilnehmer bereits mit einem finalen Abverkauf rechnet. Genau darin sieht er eine mögliche Chance für Gold.
Warum es gerade drückt
Mehrere Faktoren kommen zusammen:
- Öl: Brent schloss rund 6,2 Prozent über der Vorwoche. Angriffe auf saudische Energieanlagen und die Sorge vor einer Eskalation mit Iran erhöhen das Risiko von Lieferstörungen. Ein Brent-Preis von 150 US-Dollar wird in der Analyse als Horrorszenario für Gold beschrieben. Das ist ein Chartszenario, keine Prognose.
- Zinsen und Notenbanken: Die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen kann Gold belasten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag am Freitag bei rund 4,99 Prozent, nach mehr als 5,3 Prozent Anfang Oktober.
- Dollar: Ein festerer Dollar belastete am Freitag zusätzlich.
- ETF-Abflüsse: Der Bestand des SPDR Gold Shares ➡️ sank in der zweiten Wochenhälfte deutlich, nachdem Anleger zuvor noch Schwächephasen gekauft hatten. Als rudimentären Stimmungsindikator sieht der Autor das als Warnzeichen.
CIBC senkt, bleibt aber optimistisch
CIBC hat die Prognose für das vierte Quartal 2026 von 6.500 auf 4.500 US-Dollar je Unze gesenkt. Für 2027 erwartet die Bank im Schnitt nun 5.200 statt 6.500 US-Dollar, für 2028 sind es 5.500 statt 6.000 US-Dollar. Zum Zeitpunkt der Revision lag Gold bei rund 4.100 US-Dollar. Als Gründe nennt der Bericht steigende Realzinsen, einen stärkeren Dollar und eine straffere US-Geldpolitik.
Die Bank sieht die Treiber der bisherigen Rallye aber weiter intakt. Sie verweist auf Goldkäufe der Zentralbanken von 345 Tonnen im ersten Halbjahr 2026, auf Sorgen um Staatsverschuldung und Finanzstabilität sowie auf geopolitische Unsicherheit. Die CIBC-Werte liegen zudem über dem Konsens, den der Bericht für 2027 mit 4.620 und für 2028 mit 4.451 US-Dollar angibt.
Minen- und Royalty-Werte: unterschiedliche Wege zum Goldpreis
Die großen Goldminenaktien hat die Schwäche bereits getroffen. Genannt werden Barrick ➡️, Newmont ➡️, Kinross Gold ➡️ und Agnico Eagle Mines ➡️. Der Arca Gold Bugs Index fiel am Freitag unter die Unterstützung von 700 Punkten, weitere Abgaben Richtung 600 Punkte sind laut Analyse möglich. Teureres Öl kann zudem Treibstoff und Transport für Minen verteuern.
Zwei Beispiele aus einem bezahlten Beitrag zeigen, wie unterschiedlich Unternehmen am Goldpreis hängen. Der Text ist ausdrücklich als Anzeige gekennzeichnet, die Unternehmen haben Investor-Relations-Verträge. Die Angaben stammen also von interessierter Seite.
Newcore Gold: Entwickler mit eigenem Projekt
Newcore Gold ➡️ entwickelt das Projekt Enchi in Ghana. Die Vor-Machbarkeitsstudie vom Juni 2026 rechnet mit einem Goldpreis von 3.800 US-Dollar und nennt einen Kapitalwert nach Steuern von 496 Millionen US-Dollar sowie einen internen Zinsfuß von 37 Prozent. Geplant sind rund 104.000 Unzen pro Jahr über 9,3 Jahre, die Anfangsinvestition beträgt 351 Millionen US-Dollar. Die Gesamtkosten (AISC) liegen bei 2.290 US-Dollar je Unze. Neue Bohrungen trafen teils außerhalb der Reservengruben auf Gold, etwa 1,16 g/t über 41 Meter. Ob das die Reserven tatsächlich erweitert, ist technisch und wirtschaftlich noch zu belegen. Für den Bau braucht es eine Bergbaulizenz und zusätzliche Finanzierung.
OR Royalties: Beteiligung statt eigener Mine
OR Royalties ➡️ verdient an Royalties und Streams aus Minen anderer Betreiber. Nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen stieg der Umsatz im dritten Quartal 2026 auf 90,2 Millionen US-Dollar, rund 26 Prozent mehr als im Vorjahresquartal (71,6 Millionen). Die zurechenbaren Goldäquivalentunzen lagen mit 20.237 nahezu auf Vorjahresniveau (20.326). Der Zuwachs kam also im Wesentlichen nicht von mehr Menge. Das Unternehmen bleibt von Förderung und Plänen der Betreiber abhängig.
Die Zeitleiste
- Juni 2026: Newcore schließt die Vor-Machbarkeitsstudie für Enchi ab.
- September 2026: Die Fed erhöht laut CIBC-Bericht die Zinsen.
- 6. Oktober 2026: Newcore meldet neue Bohrergebnisse aus der Lagerstätte Boin.
- 23. Oktober 2026: Gold fällt am Spotmarkt knapp unter 4.000 US-Dollar.
- 28. Oktober 2026: Die Fed entscheidet über den Leitzins. Erwartet wird laut Wochenrückblick keine Änderung.
- 29. Oktober 2026: Die EZB entscheidet, ebenfalls mit erwartet unveränderten Zinsen.
Was du jetzt wissen solltest
- Die 4.000 US-Dollar sind eine Chartmarke, kein Naturgesetz. Wichtiger als die Zahl selbst sind Dollar, Zinsen und Ölpreis.
- Die Fed-Kommentare könnten mehr bewegen als die Zinsentscheidung. Eine Erhöhung im Oktober gilt als unwahrscheinlich, der Ausblick auf Dezember dagegen als heikel.
- CIBC senkt, bleibt aber oberhalb des Konsenses. Eine einzelne Prognose ist kein verlässlicher Kompass.
- Anzeigen ernst nehmen. Die Details zu Newcore und OR Royalties stammen aus bezahlter Werbung.
Unsere Einschätzung
Die Lage ist widersprüchlich: Kurzfristig sprechen Dollar, Zinsen, Ölpreis und ETF-Abflüsse gegen Gold. Mittelfristig nennen Analysten wie CIBC Zentralbankkäufe, hohe Staatsschulden und geopolitische Risiken als stützende Faktoren. Wer glaubt, dass der Boden bereits erreicht ist, sollte bedenken, dass bei Charttechnik auch ein Absturz auf 3.500 US-Dollar nicht ausgeschlossen wird.
Für Minen- und Royalty-Werte gilt: Sie reagieren meist überproportional, nach oben wie nach unten. Entwickler wie Newcore brauchen noch Lizenz und Finanzierung, Royalty-Unternehmen hängen an fremden Betreibern. Gute Kennzahlen aus einem Anzeigentext ersetzen keine eigene Prüfung. Das ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Wie seht ihr das? Hält Gold die 4.000 US-Dollar, oder wird es noch ungemütlicher? Schreibt es gerne in die Kommentare.
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Stand: 25.10.2026. Quellen: wallstreet-online. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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Skala: 0–24 Extreme Angst · 25–44 Angst · 45–55 Neutral · 56–75 Gier · 76–100 Extreme Gier
Quellen: Krypto – Crypto Fear & Greed Index von alternative.me; US-Aktien und DAX – eigene Berechnung (Margix) aus Yahoo-Finance-Daten. Keine Anlageberatung.
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