Brasilien-Crash: Cath Wood und Michael Burry kaufen nach Kurssturz in lokale Aktien
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MargixDE -
27. Oktober 2026 um 17:55 -
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Der überraschende Wahlsieg von Luiz Inácio Lula da Silva hat am 26. Oktober 2026 zu einem massiven Ausverkauf brasilianischer Aktien geführt. Der iShares MSCI Brazil ETF fiel in der Vorbörse fast 30 %, der Leitindex Bovespa startete mit über 20 % Minus. In dieser Panik haben zwei bekannte Investoren – Cath Wood von ARK Invest und Michael Burry, bekannt aus „The Big Short“ – Positionen in ausgewählten brasilianischen Titeln aufgebaut.
Hintergrund des Kursrückgangs
Die Wahl von Lula wurde von vielen Marktteilnehmern als Rückschritt gegenüber der marktwirtschaftlichen Agenda von Flávio Bolsonaro gesehen. Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses wurden Positionen in Unternehmen wie Nu Holdings, Petrobras und dem brasilianischen Börsenbetreiber B3 massiver verkauft. Der iShares MSCI Brazil ETF schloss 19,82 % tiefer bei US$ 34,15, Petrobras verlor 13,99 % und der Real fiel gegenüber dem US‑Dollar stark.
Cath Wood kauft nach dem Crash
ARK Invest nutzte den Rückgang, um über den ARK Blockchain & Fintech Innovation‑ETF 76.636 Aktien der Nubank‑Mutter Nu Holdings zu einem Wert von rund US$ 964.800 zu erwerben. Gleichzeitig investierte ARK über zwei Fonds – darunter den ARK Next Generation Technology‑ETF – insgesamt US$ 3,7 Millionen in MercadoLibre ➡️. Zum Kaufzeitpunkt lag Nu bei US$ 12,59 (‑16,95 %) und MercadoLibre bei US$ 1.668,72 (‑7,81 %).
Michael Burry sieht Chance bei MercadoLibre
Auf seiner Substack‑Plattform bezeichnete Burry den Kursrückgang von MercadoLibre als "herben Schlag, den ich jedoch als Chance betrachte, da ich keine fundamentalen Auswirkungen sehe". Er verwies zudem auf die starken Verluste bei Nu, Petrobras und dem Brasilien‑ETF, sah aber keine langfristigen Schäden für das Geschäftsmodell von MercadoLibre.
Weitere Bewertung und Analystenmeinungen
Das Analysehaus Monness Crespi stuft Nu mit "Kaufen" und einem Kursziel von US$ 20 ein, begründet dies durch das langfristige Wachstum von Neobanken und "Buy‑now‑pay‑later"‑Angeboten. Citi warnt jedoch, dass anhaltend hohe Zinsen die Normalisierung der Kreditqualität bei Banken verzögern könnten. Pantheon‑Ökonom Andres Abadia sieht den ersten Ausverkauf als potenziell übertrieben, betont jedoch, dass überzeugende fiskalische Zusagen für eine nachhaltige Rückkehr nach Brasilien nötig sind.
Die Zeitleiste
- 26.10.2026: Lula gewinnt Stichwahl, brasilianischer Markt bricht ein.
- 27.10.2026: ARK Invest kauft 76.636 Nu‑Aktien (US$ 964.800) und US$ 3,7 M in MercadoLibre.
- 27.10.2026: Michael Burry veröffentlicht Substack‑Post, bezeichnet den Rückgang von MercadoLibre als Kaufgelegenheit.
Was du jetzt wissen solltest
- Der Crash ist stark, aber stark übertrieben: Viele Aktien haben innerhalb eines Tages über 15 % verloren.
- Prominente Investoren setzen gezielt auf Qualitätswerte: Wood wählt Nu und MercadoLibre, Burry fokussiert sich auf MercadoLibre.
- Bewertung bleibt volatil: Analysten sehen weiterhin Unsicherheit wegen Zinsentwicklung und politischer Risiken.
- Langfristiges Wachstumspotenzial: Neobanken und E‑Commerce‑Plattformen gelten als strukturell wachstumsstark.
Unsere Einschätzung
Der aktuelle Ausverkauf bietet klare Einstiegschancen für Anleger, die bereit sind, kurzfristige Volatilität zu tolerieren. Die Käufe von Wood und Burry signalisieren Vertrauen in die langfristigen Geschäftsmodelle von Nu und MercadoLibre. Gleichzeitig bleibt das Risiko hoch: Anhaltend hohe Zinsen, mögliche politische Unsicherheiten und die Gefahr einer erneuten Marktpanik können die Erholung bremsen. Wer in diese Titel investieren will, sollte die makroökonomischen Entwicklungen in Brasilien genau beobachten und ein diversifiziertes Portfolio beibehalten.
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Stand: 27.10.2026. Quellen: wallstreet-online. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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