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Fed-Zinsentscheid und PCE-Daten: Was die heikle Woche für Bitcoin bedeutet

  • MargixDE
  • 26. Oktober 2026 um 07:15
  • 4 Mal gelesen
  • 0 Kommentare
Bitcoin hält sich um die Marke von 80.000 US-Dollar, doch die Woche hat es in sich: Die Fed entscheidet über den Leitzins, dazu kommen Inflationsdaten, EZB, Bank of Japan und wichtige Tech-Zahlen. Wir ordnen ein, was die Märkte erwarten und wo die Risiken liegen.
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Die Ausgangslage: Bitcoin nach einer wechselhaften Woche
  2. Fed: Pause erwartet, aber nicht unumstritten
  3. Öl, Inflation und Tech: Was Bitcoin zuletzt belastet hat
  4. Die Zeitleiste
  5. Was du jetzt wissen solltest
  6. Unsere Einschätzung

Bitcoin ➡️ hat die vergangene Handelswoche etwa zwei Prozent tiefer im Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 80.000 US-Dollar beendet. Angesichts schwacher US-Aktien und steigender Ölpreise werten das manche Beobachter als respektable Leistung. Entspannt ist die Lage aber nicht, denn die kommenden Tage gelten als besonders heikel.

Am Mittwoch, 28. Oktober, verkündet die US-Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung, und zwar um 19 Uhr deutscher Zeit. Am Donnerstag folgen der PCE-Preisindex und die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank, am Freitag die der Bank of Japan. Für den Bitcoin-Kurs kann das neue Impulse bringen, in beide Richtungen.

Die Ausgangslage: Bitcoin nach einer wechselhaften Woche

Am Mittwochabend der Vorwoche stieg Bitcoin laut BTC-ECHO auf 84.835 US-Dollar, ein neues Wochenhoch. Nach den Quartalszahlen von Meta und Tesla ging es abwärts, am Donnerstagabend stand der Kurs nur noch bei 80.949 US-Dollar. Über den Tag gerechnet lag das Minus bei 3,3 Prozent.

Auch die Bitcoin-Spot-ETFs spürten die Stimmung: Am Donnerstag flossen 635,5 Millionen US-Dollar ab, nachdem in den drei Handelstagen zuvor mehr als eine Milliarde zugeflossen war. Unter den größeren Altcoins legten Binance Coin ➡️ (BNB) auf Wochensicht rund vier Prozent und Ripple ➡️ (XRP) knapp zwei Prozent zu.

Fed: Pause erwartet, aber nicht unumstritten

Die Fed hatte im September die Zinsen erstmals seit drei Jahren um 25 Basispunkte angehoben. Seitdem liegt die Spanne bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Für die Sitzung am 27. und 28. Oktober rechnen die Märkte fest mit einer Pause: Auf der Prognoseplattform Polymarket setzen rund 94 Prozent auf unveränderte Zinsen, etwa sechs Prozent auf eine weitere Anhebung. In einer Reuters-Umfrage erwarten 94 von 100 Ökonomen ebenfalls keine Änderung.

Unter einzelnen Analysten gibt es allerdings Gegenstimmen. Matthew Martin von Oxford Economics rechnet sowohl im Oktober als auch im Dezember mit einer Erhöhung. Patrick Harker, früherer Präsident der Philadelphia Fed, plädiert für zwei Schritte von je 25 Basispunkten, um den Preisdruck zu dämpfen und die Glaubwürdigkeit der Notenbank zu stärken. Ethan Harris, früher Chefökonom bei BofA Securities, nennt die Entscheidung nahezu ausgeglichen. Er hält eine Erhöhung für angebracht, bezweifelt aber, dass die Fed so schnell erneut handelt. Fed-Chef Kevin Warsh hat sich bisher nicht festgelegt.

Für Dezember sieht das Bild eindeutiger aus: Laut Reuters-Umfrage erwarten alle 100 befragten Ökonomen einen restriktiven Schritt, das CME FedWatch Tool weist eine Wahrscheinlichkeit von über 85 Prozent aus.

Öl, Inflation und Tech: Was Bitcoin zuletzt belastet hat

Die Inflation ist der Grund, warum die Zinsfrage so offen ist. Im September stiegen die US-Verbraucherpreise um 3,7 Prozent zum Vorjahr, die Erzeugerpreise sogar um 6,3 Prozent. Nun kommt der Ölpreis dazu: Nach Angriffen der Huthi-Miliz in Saudi-Arabien stieg Brent am Donnerstag um 4 Prozent auf 113,17 US-Dollar je Barrel, der höchste Schlusskurs seit dem 4. Mai. Teureres Öl schlägt mit Verzögerung auf die Preise durch. In der vorläufigen Michigan-Umfrage erwarteten Verbraucher 4,7 Prozent Teuerung auf Jahressicht, den höchsten Wert seit Mai.

Zugleich sorgten Tech-Zahlen für Unruhe. Meta steigerte die Investitionsausgaben im dritten Quartal auf 34,9 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 19,4 Milliarden) und rutschte beim freien Cashflow mit minus 2,1 Milliarden erstmals seit 2012 ins Minus. Die Aktie verlor rund 7 Prozent. Tesla senkte dagegen die Investitionsplanung für 2026 auf etwa 20 Milliarden US-Dollar, vorher waren mehr als 25 Milliarden vorgesehen, und auch diese Aktie gab nachbörslich nach. Der Nasdaq fiel um 2,6 Prozent, so stark wie seit Juni nicht mehr.

Auffällig: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um mehr als 17 Basispunkte auf 4,97 Prozent. Gold profitierte nicht und fiel zeitweise auf 4.060 US-Dollar je Unze. Auch Bitcoin fand keine Käufer. BTC-ECHO sieht darin ein Zeichen, dass Anleger Bitcoin derzeit eher wie eine Wette auf den KI-Boom behandeln als wie einen Zinsprofiteur. Das ist eine Einordnung des Mediums, kein bewiesener Zusammenhang.

Die Zeitleiste

  • Mittwoch, 28. Oktober: Fed-Zinsentscheidung um 19 Uhr deutscher Zeit; nach US-Börsenschluss berichten Microsoft und Alphabet.
  • Donnerstag, 29. Oktober: US-Bruttoinlandsprodukt und PCE-Preisindex vor Börsenstart, Zinsentscheid der EZB, abends Zahlen von Amazon.
  • Freitag, 30. Oktober: Zinsentscheidung der Bank of Japan.

Was du jetzt wissen solltest

  1. Eine Zinspause gilt als ausgemachte Sache. Sie ist daher weitgehend eingepreist und dürfte allein kaum für einen Kurssprung sorgen.
  2. Eine Überraschung wäre das Risiko. Eine Anhebung könnte laut wallstreet-online Dollar und Renditen stärken und riskante Anlagen wie Bitcoin unter Druck setzen.
  3. Der Ton von Kevin Warsh zählt. Signalisiert er eine weniger restriktive Linie, könnte das Bitcoin stützen.
  4. Der PCE-Index ist wichtig. Er gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der Fed.
  5. Tech und Öl wirken mit. Die Zahlen von Microsoft und Alphabet sowie die Ölpreisentwicklung können Bitcoin ebenso bewegen wie die Fed.

Unsere Einschätzung

Die Fed-Entscheidung selbst ist wohl weniger spannend als das Drumherum. Bleibt die Zinspause aus den erwarteten Gründen bestehen, ist die Reaktion am Markt schwer vorherzusagen, weil sie schon eingepreist ist. Chancen entstehen, wenn Warsh moderate Töne anschlägt, der Ölpreis nachgibt oder die Tech-Zahlen das Vertrauen in die KI-Investitionen stärken. Das sind allerdings Szenarien, keine Prognosen.

Die Risiken liegen auf der Hand: Die Inflation ist hoch, Öl wird teurer, und eine Zinserhöhung im Oktober oder ein sehr straffer Ausblick auf Dezember könnte Kursschwankungen auslösen. Dass Bitcoin zuletzt trotz sinkender Renditen mit den Tech-Aktien fiel, zeigt, dass die Kursreaktion nicht immer der einfachen Lehrbuchlogik folgt. Wie sich der Kurs nach den Terminen tatsächlich entwickelt, lässt sich vorab nicht seriös sagen. Das ist keine Anlageberatung.

Wie seht ihr die Lage: Rechnet ihr mit einer ruhigen Fed-Woche oder mit Überraschungen? Schreibt es gerne in die Kommentare und diskutiert mit uns.

Hier kannst du im Forum mitdiskutieren:

  • Bitcoin ➡️
  • Binance Coin ➡️
  • Ripple ➡️

Stand: 26.10.2026. Quellen: BTC-ECHO, wallstreet-online. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

  • Bitcoin
  • Fed
  • Inflation
  • Zinsentscheid
  • Ölpreis
  • PCE
  • Kryptomarkt
  • Kevin Warsh

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Quellen: Krypto – Crypto Fear & Greed Index von alternative.me; US-Aktien und DAX – eigene Berechnung (Margix) aus Yahoo-Finance-Daten. Keine Anlageberatung.

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