Bitcoin um 80.000 Dollar: Inflationsschock, Fed-Entscheid und ETF-Abflüsse
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MargixDE -
19. Oktober 2026 um 07:15 -
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Der Bitcoin-Kurs ist nach überraschend hohen US-Inflationsdaten und einem Ausverkauf bei Technologieaktien zeitweise unter die Marke von 80.000 US-Dollar gefallen. Danach erholte er sich auf rund 82.000 Dollar. Zum Start ins Wochenende notierte BTC bei etwa 81.500 Dollar, rund ein Prozent im Minus.
Dazu kommen Kapitalabflüsse aus US-Krypto-ETFs und die Unsicherheit vor dem nächsten Zinsentscheid der US-Notenbank am 28. Oktober. Die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen hat laut den Quellen zuletzt gelitten. Für dich heißt das: Der Kurs hängt gerade stark von Makrodaten ab, nicht nur von Krypto-Themen.
Kursbild: Bitcoin erholt sich, Altcoins hinken hinterher
Bitcoin ➡️ hat einen Teil seiner Verluste wieder aufgeholt. Bei Ethereum ➡️ und Solana ➡️ sah es zuletzt schwächer aus. ETH lag zeitweise 18 Prozent unter dem lokalen Hoch von Ende September, bei SOL waren es 20 Prozent. Ethereum handelte zuletzt bei rund 2.400 Dollar, fast zehn Prozent unter der Marke von 2.700 Dollar vor zwei Wochen.
Eine Ausnahme ist Celestia ➡️. TIA legte binnen 24 Stunden etwa 22 Prozent auf 0,74 Dollar zu und steht auf Wochensicht mit mehr als 52 Prozent im Plus. Das ist eine Einzelbewegung gegen den Markt, kein Zeichen für eine allgemeine Trendwende.
ETF-Abflüsse und Liquidierungen
Institutionelle Anleger halten sich weiter zurück. Am Freitag flossen netto 163 Millionen Dollar aus den US-Spot-ETFs ab, davon 82,4 Millionen bei Bitcoin und 69,7 Millionen bei Ethereum. Allein BlackRocks Bitcoin-ETF IBIT verzeichnete 71,8 Millionen Dollar Abflüsse. Es war der dritte Handelstag in Folge mit Nettoabflüssen. In sieben Tagen summieren sie sich auf rund 951 Millionen Dollar. Der junge NEAR ETF meldete dagegen Zuflüsse von 2,6 Millionen Dollar.
Auch am Derivatemarkt ist die Lage angespannt. Binnen 24 Stunden wurden gehebelte Positionen von etwa 306 Millionen Dollar liquidiert, rund 200 Millionen davon Long-Positionen. Bei Bitcoin setzen 63 Prozent der Anleger auf steigende Kurse. Fallen die Kurse weiter, könnte das laut Quelle zu zusätzlichen Liquidierungen führen.
Die Zeitleiste: Diese Termine zählen bis zum Fed-Entscheid
- Montag, 19. Oktober: China veröffentlicht das BIP für das dritte Quartal. Erwartet werden 4,4 Prozent Wachstum im Jahresvergleich, nach 4,3 Prozent im zweiten Quartal. Das Regierungsziel liegt bei 4,5 bis 5,0 Prozent.
- Dienstag, 20. Oktober: Netflix legt Quartalszahlen vor.
- Mittwoch, 21. Oktober: Tesla und Meta berichten über ihre Geschäftsergebnisse.
- Donnerstag, 22. Oktober: Die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erscheinen. Zuletzt waren es 199.000, erwartet werden rund 200.000.
- Freitag, 23. Oktober: Es folgen die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes von S&P Global und die finale Verbraucherstimmung der Universität Michigan.
- Mittwoch, 28. Oktober: Die US-Notenbank trifft ihren Zinsentscheid.
Arbeitsmarkt, Preise und Stimmung
Der US-Arbeitsmarkt zeigt ein gemischtes Bild. Im September entstanden nur 29.000 neue Stellen, die Arbeitslosenquote lag bei 4,2 Prozent. Die Erstanträge sind niedrig, Unternehmen stellen also zurückhaltend ein, entlassen aber kaum. Bleibt das so, könnte das laut Quelle die Argumente für eine weitere Zinserhöhung stärken. Ein deutlicher Anstieg würde dagegen auf einen schwächeren Arbeitsmarkt hindeuten und die Zinserwartungen dämpfen.
Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex lag im September mit 58,4 Punkten auf dem höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Zugleich meldeten Unternehmen den stärksten Kostenanstieg seit bald vier Jahren. Die US-Erzeugerpreise lagen im September 6,3 Prozent über dem Vorjahr. Die Verbraucherstimmung der Universität Michigan sank in der vorläufigen Oktober-Erhebung auf 46,3 Punkte, das Rekordtief liegt bei 44,8 Punkten. Die Inflationserwartungen für zwölf Monate stiegen auf 4,7 Prozent, die langfristigen auf 3,5 Prozent.
Auch in Europa bleibt die Inflation hoch
Im Euroraum lag die Inflation im September bei 3,8 Prozent. EZB-Chefin Christine Lagarde warnte bei der IWF-Jahrestagung vor den Folgen hoher Energiepreise, die mit 1,71 Prozentpunkten den größten Teil beisteuern. Deutschland steht mit 3,3 Prozent vergleichsweise gut da, Spanien liegt bei 5,0 und Griechenland bei 5,1 Prozent. Die EZB rechnet erst gegen Ende 2027 wieder mit einer Annäherung an ihr Zwei-Prozent-Ziel. Als Hauptrisiko nennt Lagarde den Konflikt im Nahen Osten.
Die EZB hat im Juni und im September die Leitzinsen um je 0,25 Prozentpunkte erhöht. Die Märkte rechnen mit einem weiteren Schritt im Dezember, der den maßgeblichen Zins auf 2,75 Prozent heben könnte. Das würde risikoreiche Anlagen wie Bitcoin tendenziell weniger attraktiv machen.
Was du jetzt wissen solltest
- Die 80.000-Dollar-Marke ist umkämpft: Bitcoin fiel zeitweise darunter und erholte sich zuletzt auf 81.500 bis 82.000 Dollar.
- Der Fed-Entscheid am 28. Oktober ist der zentrale Termin: Die Daten dieser Woche können die Zinserwartungen noch verschieben.
- Institutionelle Anleger ziehen Geld ab: Rund 951 Millionen Dollar flossen in sieben Tagen aus den US-Krypto-ETFs.
- Die Positionierung ist riskant: 63 Prozent der Anleger setzen bei Bitcoin auf steigende Kurse, was bei Rückschlägen Liquidierungen verstärken kann.
- Die Inflation bleibt ein globales Thema: In den USA und im Euroraum spielen hohe Energiepreise eine große Rolle.
Unsere Einschätzung
Die Lage ist widersprüchlich. Für Bitcoin sprechen die Erholung über die 80.000-Dollar-Marke und die Möglichkeit, dass schwächere Arbeitsmarktdaten die Zinsängste dämpfen. Dagegen stehen hohe Inflation, steigende Inflationserwartungen, ETF-Abflüsse und viele gehebelte Long-Wetten. Die Quellen betonen, dass beide Richtungen denkbar sind: Ein Anstieg der Arbeitslosenanträge könnte Kryptowerten zunächst helfen, bei Anzeichen einer echten Krise drohen aber auch Verluste.
Offen bleibt, wie die Fed am 28. Oktober entscheidet. Die genaue Höhe der jüngsten US-Inflationsrate nennen die Quellen nicht, und sichere Prognosen gibt es nicht. Das Risiko schneller Kursausschläge bleibt hoch. Eine Anlageempfehlung ist das ausdrücklich nicht.
Wie seht ihr das? Hält Bitcoin die 80.000 Dollar bis zum Fed-Entscheid, oder erwartet ihr weitere Rückschläge? Schreibt es gerne in die Kommentare.
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Stand: 19.10.2026. Quellen: BTC-ECHO. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
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Quellen: Krypto – Crypto Fear & Greed Index von alternative.me; US-Aktien und DAX – eigene Berechnung (Margix) aus Yahoo-Finance-Daten. Keine Anlageberatung.